Posterous theme by Cory Watilo

Schöne Aussichten

Seltenes Bild: Ganz Europa ist wolkenfrei. Ganz Europa? Nein, eine von unbeugsamen Galliern bevölkerte Region ...

Weather-pro-sat-2010-06-29
Wobei: Temperaturen jenseits der 30 Grad finde ich dann auch schon wieder problematisch. Bleibt nur zu hoffen, dass die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch sein wird, ansonsten wird's wieder unerträglich.

Weather-pro-2010-06-29

iPad-Zubehör: Vom Suchen und Finden

Apples iPad ist fraglos ein tolles Gerät, aber das Thema Zubehör war für mich bislang eher ein Ärgernis. Ob Halterungen, Hüllen oder Taschen: Zwar werden bereits unzählige Produkte angeboten, aber entweder sind sie nicht lieferbar oder vollkommen überteuert. Meistens beides. Okay, Angebot und Nachfrage - schon klar. Aber man muss ja nicht jeden Wahnsinn mitmachen. Andererseits sind bestimmte Zubehörteile je nach Art der Nutzung auf Dauer natürlich unverzichtbar. Deshalb hatte ich vor kurzem schon in den sauren Apfel gebissen und bei Saturn knapp 30 Euro in eine schützende Hülle für den Transport investiert. Nicht unbedingt meine Wunschlösung, aber eine durchaus brauchbare - und im Übrigen sowieso die einzig verfügbare. Irgendwann(!) werde ich dann mal versuchen, an ein original iPad-Case von Apple zu kommen.

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Das Transportproblem war also zumindest halbwegs zufrieden stellend gelöst. Was noch fehlte, war eine Lösung für den Schreibtisch. Ich nutze das iPad nämlich tatsächlich sehr häufig auch dort, oft sogar parallel zur Arbeit am iMac. Das ständige Hochnehmen und Ablegen auf der Tischplatte würde der Optik  und der Haltbarkeit des Gerätes auf Dauer jedoch kaum zuträglich sein, weshalb ich mich bisher - welche Symbolik! - mit einem gedruckten Exemplar des SPIEGEL aus der Vor-iPad-Ära als Unterlage sowie einem Päckchen Taschentücher als Stütze beholfen hatte. Not macht  erfinderisch.

Aber nicht jede Erfindung ist für die Ewigkeit gemacht. Also begab ich mich gestern wieder mal auf eine Reise ins World Wide Web, um vielleicht doch noch einen geeigneten Halter zu finden. Möglichst standfest sollte er sein, für Hoch- und Querformat nutzbar, einigermaßen ansehnlich und - bezahlbar natürlich. Gefunden habe ich unter anderem die „Just Mobile Lazy Couch“, bestehend aus zwei überdimensionierten Unterlegscheiben für rund 20 Euro. Wahrscheinlich ein Abfallprodukt der Puck-Herstellung. Da hätte ich auch die Lösung mit den Taschentüchern beibehalten können. Also weiter. Für rund den doppelten Preis gibt‘s den Griffin A-Frame Tabletop Stand for iPad, einen recht stabil, aber leider auch klobig wirkenden Alu-Ständer für Hoch- und Querformat. Und dann war da auch noch der Luxa2 H4 Holder, ein futuristisch anmutendes Monstrum mit dem Charme eines Schaufelradbaggers. Kostenpunkt: 80 Euro, lieferbar ab Juli. Danke, ich schaue mich noch ein wenig um ...

Schick fand ich dann den Padholder, ein offenbar in kleineren Stückzahlen gefertigtes Produkt aus Süddeutschland für 38,50 Euro. Manko: Der feste Anstellwinkel von 30 Grad. Zwar ist auch eine frei verstellbare Variante erhältlich, die schlägt aber gleich wieder mit knapp 80 Euro zu Buche. Außerdem habe ich ein emotionales Problem mit Haltern, die das iPad nur unten greifen und hinten nicht abstützen. Wie war das noch mit der Hebelwirkung? Sicherer erschien mir da das PadPod, eine wahlweise aus Holz oder Plexiglas gefertigte Stütze für Tablets aller Art. Und zur Not auch als Broschürenhalter zu verwenden. Trotz dieser Vielseitigkeit hat mich das Produkt nicht vollends überzeugt, obwohl auch der Preis von bzw. 39- bzw. 29,95 Euro für ein in deutscher Einzelproduktion hergestelltes Unikat durchaus angemessen erscheint.

Ich musste aber gar nicht lange überlegen, denn inzwischen war ich bei shuffleskins.de auf den CrystalStand gestoßen. Klein, flexibel nutzbar, optisch unauffällig und mit einem Preis von 15,90 Euro geradezu ein Schnäppchen. Sollte ich endlich fündig geworden sein? Allerdings wirkte die Konstruktion auf den Bildern eben auch billig und wenig Vertrauen erweckend, so dass ich vorsichtshalber noch mal nach Erfahrungsberichten recherchierte. Ich fand sogar einen Film von MacTV, der mich zumindest soweit überzeugte, das angesichts des Preises relativ geringe Risiko einer Bestellung einzugehen: 1 Stück zu 15,90 Euro plus 2 Euro Versandkosten (bei Sofortzahlung via PayPal). Und ab ...

Wie gesagt, das war gestern. Heute Mittag brachte der Briefträger einen großen, dicken Umschlag. Inhalt: Der bestellte CrystalStand, ansprechend verpackt und mit einer ordentlichen Rechnung versehen. Das sah schon mal gut aus, aber die  entscheidende Frage war ja: Funktioniert das Teil auch? Also gleich ausprobiert. Montage: Keine. Bedienung: Leicht. Möglichkeiten: Viele; hoch, quer, verschiedene Neigungswinkel ... Und immer steht oder liegt das iPad relativ stabil. Wenn man mal etwas fester dagegen tippt, dann kann die Konstruktion schlimmstenfalls insgesamt nach hinten rutschen, aber kaum umkippen. Was aus den Bildern der Website nicht hervorgeht: Der Haltebügel lässt sich auch nach hinten klappen und dort arretieren, so dass im Querformat auch flache Neigungswinkel von 10 oder 20 Grad möglich sind.

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Kurzum: Ich bin begeistert. Genau das, was ich gesucht habe. Eine einfache, pfiffige Lösung ohne Schnickschnack, und nicht nur wegen des günstigen Preise für mich ganz klar das beste der bisher gesehenen Produkte. Und es hat sogar noch einen weiteren Vorteil: Dadurch, dass sich der Haltebügel ganz nach innen herunterklappen lässt, findet der federleichte CristalStand mit knapp 3 cm Höhe sogar noch in kleineren Taschen Platz und kann bei Bedarf auch mal mitgenommen werden.

Klasse. Da hat mal jemand richtig nachgedacht und eine gute Idee gehabt. Gegen den CrystalStand wirken all die hippen Lifestyle-Produkte der renommierten Hersteller nicht nur preislich komplett überkandidelt. Wie heißt es so schön: Weniger ist mehr.

Im Dienste Ihrer Majestät

Finanz- und Regierungskrise, Niederlage gegen Serbien, der Präsident fahnenflüchtig und der Klerus liegt auch darnieder. Gut, dass wir noch unsere Königshäuser haben, da sind wir doch gerne mal überzeugte Europäer. Denn auf den Adel ist Verlass, da gibt es immer was zu feiern, zu jubeln und zu schwärmen. Letzte Woche die Geburtstagsparade für Queen Elizabeth, gestern die „Märchenhochzeit“ der schwedischen Kronprinzessin mit ihrem Fitnesstrainer - Freunde der Royalberichterstattung kommen in diesen Tagen voll auf ihre Kosten. Immer dabei: ARD-Adelsexperte Rolf Seelmann-Eggebert (RSE).

Auch gestern sorgte er im Rahmen der 45-minütigen Sondersendung „Brisant extra“ aus Stockholm gemeinsam mit Moderatorin Mareile Höppner (MH) für eine weitere Sternstunde des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Brillante Analysen, fesselnde Schilderungen und mitreißende Dialoge. Ein Auszug:

MH: [...] Ich war ganz begeistert von ihrem Kleid ...

RSE: Ich war auch sehr angetan. Aber sie hat mir hinterher ein bisschen leid getan, weil‘s nachher auf der Schaluppe, auf dem Wasser, ein bisschen kühl war [...]

MH: Das Kleid [...] Es wurde dann ja nicht Dior, wie die Mutter damals, sondern ein schwedischer Designer ...

RSE: Es wurde ja viel spekuliert im Vorfeld [...]

MH: Sie hat ja dieses wunderschöne Diadem von ihrer Mutter getragen. Da hätte sie ja auch viele Möglichkeiten gehabt - es gibt ja auch ein Kronprinzessinnen-Diadem ... Warum hat sie gerade das ausgewählt?

RSE: Also, das ist eine Sitte, die sozusagen mit der Schwester des Königs wieder eingeführt worden ist. Dieser Schmuck ist lange in der Familie [...]

MH: Es ging dann wunderschön weiter, von der Kutsche auf die königliche Barkasse ... Und das Paar stieg aus, und das war wirklich ein wunderschöner Moment, denn wir hatten einen traumhaften Blick in diesem Moment aufs Brautpaar ...

RSE:  [...] Und das Schiff ist in monatelanger Arbeit wieder entstanden, also mit viel Blattgold und viel Blau - das ist ja ein Bild wie aus dem achtzehnten Jahrhundert ... Wie aus einer vergangenen Zeit ...

MH: Wunder-wunderschön! ...

Dass erwachsene Menschen mit großer Ernsthaftigkeit solche Gespräche führen, ist an sich schon seltsam. Dass sie es aber zur besten Sendezeit vor Millionen Zuschauern im öffentlich-rechtlichen Fernsehen tun, ist äußerst befremdlich und sagt wohl viel über die Befindlichkeiten des Volkes und die Befriedigungsstrategien der Kulturfunktionäre in (nicht nur) diesem Lande aus.

Natürlich ist so eine Hochzeit nicht nur ein besonderes TV-Ereignis, sondern auch ein Highlight für die schreibende Zunft. Beim Stern beispielsweise liest sich das so:

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Wunder-wunderschön!

Hochzeitsfotografie mal ganz anders

Dass ich hier (und überhaupt) mal das Thema Hochzeitsfotografie aufgreifen würde ... Kaum zu glauben. Aber bei der Textzicke bin ich auf ein sehr gelungenes Beispiel jenseits von billigem Hochglanzkitsch und falschem Pathos gestoßen. Lynette und James aus den USA dachten offenbar ähnlich und haben sich für eine originelle Inszenierung nach Motiven des Animationsfilms „Oben“ aus dem Hause Disney/Pixar entschieden. In dem Film schwingt sich der pensionierte Ballonverkäufer Carl Fredricksen mitsamt seinem Häuschen in die Lüfte und erlebt das lang ersehnte Abenteuer. Ob es dem Brautpaar mehr um die Bildsprache oder um die Symbolik ging, lässt sich nicht ausmachen. Vielleicht beides. Im Grunde spielt es aber auch keine Rolle, denn wie sagte schon unser aller Ex-Kanzler Helmut Kohl mal so treffend: Wichtig ist, was hinten rauskommt.

Und in diesem Fall kann sich das Ergebnis wirklich sehen lassen. Schön fotografierte, stimmungsvolle Bilder, die sich das Brautpaar sicher auch dann noch gerne ansehen wird, wenn sich das gemeinsame Glück irgendwann in Luft aufgelöst haben sollte.

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Gemacht hat die Bilder Joy Harmon Prouty von Wildflowers Photography.

Quassum - ticketbasierte Aufgabenverwaltung

Durch einen Kommentar in irgendeinem Blog - wo genau, habe ich leider vergessen - bin ich vor einiger Zeit auf Quassum gestoßen, ein einfaches webbasiertes Projektmanagement-Tool mit ticketbasierter Aufgabenverwaltung. Ich hab's gleich mal ausprobiert, und es macht einen sehr guten Eindruck. Möglicherweise ist es für den einen oder anderen auch eine Alternative zu ausgewachsenen Bugtracker-Tools wie Bugzilla oder Mantis, denen ihre Herkunft aus der Welt der Softwareentwicklung doch deutlich anzumerken ist.

Quassum ist funktional weniger ausgefeilt, verfügt dafür aber über eine freundliche, relativ einfach bedienbare Oberfläche in deutscher Sprache und ist damit auch für die Zusammenarbeit mit weniger webaffinen Partnern bei Projekten aller Art geeignet. Weitere Features sind Meilensteine, E-Mail-Integration und RSS-Feeds. Die Betreiber nehmen Vorschläge, Kritik und Hinweise gerne entgegen und reagieren auch darauf. 

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Quassum ist ein Projekt von northdocks, kostenlos und ohne aufwändige Anmeldeprozeduren online nutzbar. Wer grundsätzlich Bedarf an solchen Tools hat, der sollte sich Quassum ruhig mal näher ansehen.

Keine Urheberrechtsabgabe für das iPad

Anscheinend haben sich die Leute bei Apple Deutschland übers Wochenende die Geräte-Definitionen für die Urheberrechtsabgabe noch mal genau angesehen und festgestellt, dass zumindest die iPads mit 16 und 32 GB gar nicht davon betroffen sind. Denn entgegen Apples offizieller Ankündigung am Freitag beginnen die Preise jetzt tatsächlich nicht bei 514 Euro, sondern wie in anderen europäischen Ländern auch bei 499 Euro. Das ist preispsychologisch natürlich ein wichtiger Faktor, der dem Absatz zweifellos förderlich sein wird.

Kann es sein, dass die Verwertungsgesellschaften als Nutznießer der Abgabe die Tablet-Computer zum Zeitpunkt der Tarif-Beschreibung schlichtweg nicht auf der Rechnung hatten? Denn in der Definition eines abgabenpflichtigen PCs wird unter anderen als Voraussetzung genannt:

(3) ein oder mehrere interne, nicht flüchtige, mehrfachbeschreibbare Massenspeicher (Festplatten oder SSDs) mit einer Kapazität von insgesamt mindestens 40 GB;

Gut möglich, dass sie sich jetzt darüber ärgern. Änderungen dürften aber relativ kompliziert und mit einem Gang durch die politischen Instanzen verbunden sein. Von daher wird es wahrscheinlich erst mal so bleiben und angesichts der knappen Kalkulationen in der Hardware-Branche demnächst eine ganze Reihe von Geräten mit 32 GB auf den Markt kommen. Und auch der Herr mit dem hoffnungsvollen Namen wird sich vermutlich gerade einige Schweißperlen von der Stirn wischen ...
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NRW = Nicht Rüttgers Wählen

... scheint das Motto der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen gewesen zu sein. Satte zehn Prozentpunkte hat die CDU verloren, also rund ein Viertel ihrer Wähler. Angesichts des aktuellen Kopf-an-Kopf-Rennens mit der SPD schwadronieren die Verantwortlichen zwar noch davon, stärkste Partei zu bleiben, aber das interessiert im Grunde niemanden, da auch die FDP weit unter den Ergebnissen der letzten Bundestagswahl geblieben und eine Fortsetzung der schwar-gelben Regierungskoalition somit definitiv unmöglich ist. Die einzige Frage, die sich jetzt noch stellt, ist die, ob die Farbe Rot ein- oder zweimal in der neuen Regierungskoalition vorkommen wird. Grün dürfte wohl mit Sicherheit dabei sein.

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Der Ruhrpott: Kohle, Kunst und Kiosk

Auf SPIEGEL ONLINE gibt es seit heute eine sehr schöne Multimedia-Reportage mit zehn kleinen, aber durchaus typischen Geschichten aus dem Ruhrgebiet. Wirklich sehens- und hörenswert. Vieles war mir sehr vertraut ...

Was das mit Apple und dem iPad zu tun hat, also den Themen, die nicht nur dieses Blog in den letzten Wochen beherrscht haben? Bitte sehr: Als iPhone-App hätte diese Reportage vermutlich kaum eine Chance, an den Türstehern des Hauses Apple vorbei auf die Empfangsgeräte des interessierten Publikums zu gelangen. Immerhin geht es in einer der Geschichten um den „Pornopaten“ von Duisburg - ganz schlimme Sache! Direkt über den Browser aufrufen wäre leider auch nicht möglich: Flash-Player erforderlich. Tja, da kuckse doof ausse Wäsche, würde der gemeine Ruhr(s)pötter jetzt sagen.

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