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Google, der Journalismus und die Logik

Soll man nun lachen oder weinen? Nicht genug, dass sich der Verleger Hubert Burda mit seiner durch nichts begründeten Forderung nach Beteiligung an Googles Werbeumsätzen zum Gespött der digitalen Öffentlichkeit macht. Nein, dann stößt auch noch der DJV-Vorsitzende Michael Konken ins selbe Horn, wirft ebenso undifferenziert mit Begriffen wie Gratiskultur, Urheberrecht und Meinungsmonopol um sich und ruft hilflos nach dem Staat. Der möge doch gefälligst einschreiten, denn, so heißt es in der Verlautbarung, „Es sei nicht hinnehmbar, dass die Urheber ohne Zustimmung ihre Werke Google zu dessen kommerziellen Zwecken überließen.“

Bitte? Welcher Werke bemächtigt sich Google denn? Meint Konken die Headline-Fragmente, mit denen Google auf die jeweiligen Seiten der Verlage verlinkt (siehe Screenshot)? Wohl kaum. Stört ihn die Verlinkung an sich? Im Gegenteil, die findet er sogar gut, weil Verlage und Autoren ja davon profitieren. Was also ist sein Problem? Oder volkstümlich gefragt: Schlecht geschissen, Herr Konken?

Das wäre immerhin eine Erklärung. Wurde die DJV-Spitze von einem heimtückischen, verbalen Durchfalll verursachenden Bazillus befallen, einer resistenten Mutation des Napster-Virus? Der Verdacht liegt nahe, denn auch Ulrike Kaiser, die Stellvertreterin Konkens, zeigt typische Symptome des Google-Syndroms. Auf einen kritischen offenen Brief des DJV-Mitglieds und Bloggers Björn Sievers reagiert sie mit verworrenen Hinweisen auf GEMA sowie die Verwertungsgesellschaft Wort und halluzinert über berufsethische Fragen und die Zukunft des Journalismus im allgemeinen.

Die Erklärung, was das alles mit der Suchmaschine Google zu tun hat, bleibt auch sie schuldig. Und was sollen die Vergleiche mit GEMA und VG Wort? Soll man jetzt für Links, mit denen man auf andere Angebote verweist, bezahlen? Ist die Veröffentlichung einer gedruckten Liste mit Literatur- oder Musiktipps neuerdings kostenpflichtig? Fragen über Fragen ...


Das Schlimme an der Sache: Es gäbe so viele andere, wirklich relevante Baustellen. Ja, der Journalismus steht vor einem großen Umbruch, bei dem kein Stein auf dem anderen bleiben wird. Doch anstatt die neue Medienwelt aktiv mitzugestalten, eigene Ideen und Visionen in die Baupläne einzubringen und eine konstruktive, zukunftsorientierte Diskussion zu moderieren, geben die Vertreter der altehrwürdigen Journalistenzunft eine Bankrotterklärung nach der anderen ab. Google ist an allem schuld. Ja, klar ...

Aber bitte, dann findet die Zukunft eben ohne euch statt.

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Der alte Mann und die Straße

Nach der Meldung, dass BMW aus der Formel Eins aussteigt, dachte man schon, dieser Millionen-Zirkus würde endlich zur Besinnung kommen. Und jetzt das. Nicht zu fassen! Bin gespannt, ob sie den wirklich noch mal auf die Piste lassen.


via SPIEGEL online

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Microsoft & Yahoo: Hochzeit mit Hindernissen

Und die Schlussfolgerung: Es kann sehr gut sein, dass Microsoft und Yahoo mit diesem überkomplizierten Deal Google endgültig die Dominanz bei der Websuche geschenkt haben.

Ein augenscheinlich kompetenter Blick hinter die Kulissen. Lesenswert.

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Bedenklich: Berlin baut Betten wie bekloppt

Derzeit gibt es etwa 102 000 Hotelbetten in Berlin, 30 000 mehr als in Manhattan und Brooklyn – oder in Berlin vor rund fünf Jahren. Die durchschnittliche Auslastung beträgt knapp 55 Prozent. Der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes, Willy Weiland („Intercontinental“), weiß nicht, wie lange das noch gut geht.

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Bild und Ton? Ich komme schon!

Wenn Fidel ein Stöckchen wirft, dann hechte ich als braver Hund Blogger natürlich hinterher. Einen Musik-Video-Clip, der die Elemente Bild und Ton gut kombiniert, will er sehen. Ja, wenn's weiter nichts ist. Da fällt mir doch sofort Eleanor Rigby aus Yellow Submarine ein. Gut, damals hieß das noch nicht Video-Clip, sondern Film. Aber, wie sagte der Einheitskanzler schon so treffend: Wichtig ist, was hinten rauskommt. Und der kreative Output der Beatles kann sich wahrlich sehen lassen. Hören sowieso. Das gilt übrigens für den ganzen Film. Tolle Musik, viel Phantasie und reichlich Humor. Eleanor Rigby ist eine meiner (vielen) Lieblingsstellen. Leider ist die Qualität des Clips nicht besonders. Die des Films war besser ... ;-)

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IVW: Ab Dezember zählen Visits

Die IVW stellt ab Dezember, wie HORIZONT.NET bereits berichtet hat, ihre Ausweisung der monatlich ermittelten Leistungswerte von Online-Medien um. In der Gesamttabelle der IVW-Ausweisung wird dann die Messgröße Visits gestärkt.

Wird auch Zeit. Damit steht visitor-freundlichen Bildstrecken ja eigentlich nichts mehr im Wege.

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Da lernt man doch eh nur Mist

Dass die Rechtschreibprüfung von Mac OS X das Wort „Mitlernende“ nicht kennt, ist an sich verzeihlich. Obwohl das Lernen als Begriff durchaus vielfältig und zeitgemäß vertreten ist. Da gibt es unter anderem Bitlernende, Mietlernende und natürlich auch Mistlernende. Die kennen wir ja alle. Aber was, bitteschön, sind Mittlernende?


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Wir basteln uns eine Tagcloud

Bei HoSi bin ich auf Wordle gestoßen, ein einfaches Webtool zum Erstellen von Tagclouds. Verlinkung ist leider genauso wenig möglich wie ein Export als Grafikdatei. Zur dauerhaften Sicherung muss man also schon ein Screenshot-Tool bemühen. Die Ergebnisse sind dank der vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten aber sehenswert. Und manchmal braucht man ja genau sowas zu Illustrationszwecken.



Einen funktionalen Schritt weiter geht tagcloud-generator.com. Hier lassen sich den Begriffen Linkziele zuweisen, entweder manuell oder automatisch durch Angabe einer URL. Bei der automatischen Variante muss man aber auch von Hand nacharbeiten, weil sehr viele Begriffe gefunden und dargestellt werden. Die Cloud füllt dann schnell eine ganze Seite. Dennoch ein nützliches Werkzeug für alle, die eine Tagcloud aus den Inhalten ihrer Website generieren wollen. Für diese Seite sieht das Ergebnis zum Beispiel so aus:

mobil web2 mac profile » damals office Comments Post Notebook foto berlin Bloggerin July 22, 2009 MacWeed MacHeist welt Jolicloud video Curio MacZOT July 20, 2009 July 23, 2009 technik leute mccartney business medien audio produktivität eyeOS

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Maybe I'm Amazed

Einer der Songs, mit denen Paul McCartney sich Mitte der 70er Jahre wieder auf Beatles-Niveau katapultiert und die Linie von Hey Jude und Let It Be fortgesetzt hat. Und übrigens auch einer wenigen Songs, die live deutlich besser klingen als die Studioaufnahme. Was aber nicht etwa daran liegt, dass die Live-Auftritte so schlecht gewesen wären, sondern an der Qualität der Kompositionen, Arrangements und nicht zuletzt der Musiker. Alle drei Faktoren griffen so gut ineinander, dass die Songs praktisch immer gleich klangen, egal wo sie gespielt und aufgenommen wurden. Bei Maybe I'm Amazed ist das insofern anders, als McCartney den Titel später immer deutlich intensiver, „balladiger“ gespielt hat als in der usprünglichen, nach meinem Empfinden etwas lieblosen Studio-Version. Vermutlich hat ihm die später selbst nicht mehr gefallen. Hier also besagte Live-Version, aufgenommen während der Wings-Over-America-Tournee 1976 in Seattle.

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Post erfindet elektronischen Brief (wieder mal)

Das Problem: Auch nach der Krise wird der Briefverkehr wegen der stärker werdenden elektronischen Konkurrenz nicht zum alten Niveau zurückkehren. Darauf stellt sich die Post ein: Mit einem neuen sicheren E-Brief will der Konzern im nächsten Jahr ein Angebot im Internet machen. Die Post werde dafür sorgen, dass „niemand unterwegs hineinguckt“, sagte Gerdes.

Ja, es muss gespart werden. Da ist es doch schön, wenn man für aktuelle Botschaften auf alte Pressemitteilungen zurückgreifen kann. Diese dürfte aus der Zeit um die Jahrtausendwende stammen, als die Post mit großem Tamtam einen großartigen E-Mail-Service namens "ePost" eingeführt hat. Von lebenslanger E-Mail-Adresse für alle Bürger war damals die Rede und wer, so wurde rethorisch gefragt, wäre denn bitteschön besser geeignet, den Weg von der analogen zur digitalen Korrespondenz zu bereiten, als die Deutsche Post?

1999 war das eine ziemlich gute Idee. Allerdings stümperhaft umgesetzt, und zwei, drei Jahre sowie zig Millionen später wurde der Dienst denn auch sang- und klanglos eingestellt. Womit klar war: Mit „lebenslang“ war das des Dienstes gemeint, nicht des Nutzers.

Jetzt also der zweite Anlauf. Wahrscheinlich ist da irgendjemand beim Aufräumen des ehemaligen Zumwinkel-Büros auf die alten Unterlagen gestoßen und hat dann beim nächsten Strategie-Meeting groß aufgetrumpft: „Hey, lasst uns doch mal was mit diesem Internet machen. Ich hab auch schon ne Idee: Elektronischer Briefverkehr!“ Und alle waren begeistert.

Wir sind es auch und freuen uns auf neue, innovative Dienstleistungen der Post. Die Domain „epost.de“ gehört ihr ja immer noch.

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