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Blick in die Zukunft mit eyeOS

Die Idee, Desktop-Betriebssysteme im Browser nachzubilden, ist wahrlich nicht neu und beschäftigt Entwickler im Grunde schon seit Erfindung des World Wide Web. Aber mit der rasant fortschreitenden technologischen Entwicklung steigt natürlich auch die Qualität der Umsetzungsversuche. Was jetzt schon mit Webstandards möglich ist, zeigt eyeOS: Ein vollständig webbasierter Desktop mit Office-Anwendungen, Tools für Adress- und Terminverwaltung, Mailclient und was man sonst so braucht. Das alles ausgesprochen stabil, optisch attraktiv und ohne zeitliche Verzögerungen. Sehr beeindruckend.
Wobei man sich natürlich fragen kann, inwieweit es Sinn macht, ein quasi eigenständiges „Betriebssystem“ mit eigener Bedienungsphilosophie, eigenem Dateimanagement und eigenen Anwendungen in einem Browser auf seinem Windows-, Mac- oder Linux-Desktop laufen zu lassen. Als Fenster im Fenster im Fenster sozusagen. Zumal die Anwendungen von eyeOS wirklich nur grundlegende Funktionen bieten.

Da sind Entwicklungen wie Jolicloud oder das geplante Chrome OS wohl noch interessanter, weil sie den entscheidenden Schritt weiter gehen, direkt auf die Hardware aufsetzen und damit tatsächlich ernst zu nehmende Alternativen zu klassischen Desktop-Betriebssystemen werden könnten.

Wenn es denn mal soweit ist. Denn eines hat eyeOS all den visionären Zukunftslösungen voraus: Es exisitiert. Und funktioniert. Was nicht wenig ist angesichts der Vielzahl vollmundig angekündigter, aber doch nie realisierter Projekte in der kurzen, aber sehr bewegten Geschichte des World Wide Web. Ausprobieren sollte man eyeOS also auf jeden Fall mal. Und sei es wirklich nur als Guckloch in die Zukunft.

Der schnellste Weg führt über den Public-Server: Startseite aufrufen, einen Benutzernamen und ein Passwort angeben und loslegen. Einfacher geht's nicht.

Um eyeOS auf einem eigenen Server zu installieren, genügt ein gängiges Webspace-Paket mit PHP5. Eine Datenbank ist nicht erforderlich.

So oder so: Es lohnt sich. Viel Spaß!

PS: Beim Googlen nach anderen Meinungen zu eyeOS bin ich auf einen interessanten Testbericht bei Dr. Web gestoßen, in dem auch die Installation auf einem eigenen Server beschrieben wird.

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Öffentlich-rechtliches Qualitätsfernsehen

Ein Auszug aus dem heutigen Fernsehprogramm der ARD:

09:05 Rote Rosen, Soap (Wdh.)
10:03 Brisant, Boulevardmagazin (Wdh.)
10:20 Ja, ja, die Liebe in Tirol, Spielfilm D 1955
12:15 ARD-Buffet, Leben und genießen
13:00 ZDF-Mittagsmagazin
14:10 Rote Rosen, Soap
15:10 Sturm der Liebe, Soap
17:15 Brisant, Boulevardmagazin
18:00 Verbotene Liebe, Soap
18:25 Marienhof, Soap
18:50 Eine für alle, Soap
19:20 Das Quiz mit Jörg Pilawa
20:15 Pilawas große Weltreise, das ultimative Sommerquiz

Damit kein Missverständnis entsteht: Ich bin prinzipiell für Rundfunkgebühren. Eigentlich. Aber kann mir mal jemand sagen, wofür die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten rund 7,5 Mrd. EUR (in Worten: siebeneinhalb Milliarden Euro) im Jahr verbraten und 25.000 Mitarbeiter beschäftigen?

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Und ewig grüßt das Murmeltier

Same Procedure as every week: Apple fährt die Webstores runter und im Fan-Lager herrscht helle Aufregung. Da kommen auf den einschlägigen Macpostillen im Netz innerhalb kürzester Zeit schon mal hundert Kommentare zusammen, schließlich will jeder noch schnell seine Vermutung hinsichtlich der zu erwartenden Sensationen loswerden - denn es kann sich nur um etwas ganz Großes handeln! -, um hinter sagen zu  können: Ich hab's gewusst!

Meistens stellt sich dann heraus, dass es doch wieder nur routinemäßige Wartungsarbeiten waren. ;-)

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Gute Nachrichten

Insgesamt hat die AG.MA für die Zeitschriftenbranche eine "leicht positive Tendenz" ausgemacht - doch der überwiegende Teil der Titel verliert trotzdem Leser. Unter den Top 10 gibt es gar ausschließlich Verlierer. Besonders schwer getroffen hat es dabei den "Focus" und die "Bild"-Gruppe.

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Die spinnen, die Blogger

Lustig: Eine mittelmäßig prominente Bloggerin macht ebenso bescheuerte wie belanglose Werbung für Vodafone, wird dafür von weniger prominenten Bloggern verbal gesteinigt und zieht sich ob der Beschimpfungen beleidigt aus Klein-Bloggersdorf zurück, woraufhin etwas prominentere Blogger den weniger prominenten eine schlechte Erziehung vorwerfen und feststellen, dass die mittelmäßig prominente Bloggerin doch schließlich machen könne, was sie wolle.

Hallo? Wer sind die eigentlich? Dürfen die das? Wo liegt denn dieses Klein-Bloggersdorf überhaupt?

Ich oute mich jetzt mal als Misanthrop: Das Internet ist ein Medium, die so genannte Blogosphäre ein virtueller Stammtisch. Warum, bitteschön, sollte da weniger von Intoleranz, Neid und Häme geprägte Scheiße geredet werden als an realen Stammtischen? Es sind doch die selben Leute: Besserwisser, Möchtegerne, Berufene, Intellektuelle, Selbstdarsteller, Spinner, Mitläufer ... Bitte? Ja, ein paar Nette sind auch dabei. Es gibt also noch Hoffnung. Gab es immer.

Was lernen wir daraus? Ein Misanthrop muss nicht zwingend auch ein Fatalist sein. ;-)

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Feindbild Suchmaschine(?)

Sie schimpfen auf Google und meinen das Netz

Wohltuende Abwechslung im undifferenzierten Gut-oder-Böse-Gewäsch.

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Curio - Produktivitätstool für Kreative

Nein, die eierlegende Wollmilchsau ist auch Curio nicht. Aber immerhin sowas wie ein Fliwatüt. Und insofern eines der wenigen Programme, die meinen Entschluss, immer mehr Anwendungsbereiche ins Web auszulagern, ins Wanken bringen könnte. 

Was genau ist Curio also? Eine „Mindmapping, Brainstorming and Projectmanagement Software for Mac OS X“ sagt der Hersteller. Ich sage: Ein vielseitiges Produktivitätstool für Kreative (im weitesten Sinne). Denn neben den genannten Bereichen bietet es auch Funktionen für Recherche, Business-Grafik und Präsentation sowie zur Verwaltung von Aufgaben, Notizen und Dokumenten. Ich hatte Curio vor einigen Monaten mal relativ ausgiebig anhand eines realen Projektes getestet und war vom Konzept sehr angetan. Meines Wissens gibt es keine andere Software, die so viele Funktionen zum persönlichen Ideen- und Projektmanagement unter einer gemeinsamen Oberfläche vereint. Nein, auch Notebook nicht, aber es wäre vom Ansatz her wohl noch am ehesten mit Curio vergleichbar.

Und wie komme ich gerade jetzt darauf? Nun, gestern erhielt ich eine Mail mit der Ankündigung einer neuen Curio-Version, was mich veranlasst hat, mal wieder auf die Website zu schauen. Ich kann jedem, der regelmäßig im Rahmen von Projekten Ideen entwickeln, strukturieren und irgendwie visualisieren muss, guten Gewissens empfehlen, sich Curio einmal genauer anzusehen. Okay, einen Mac mit OS 10.5 alias Leopard sollte man auch noch haben. Und etwas Geduld. Denn die Herangehensweise ist erst mal ungewohnt, aber letztlich doch sehr effektiv.

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Software im Sommerschlussverkauf

Software-Bundle-Aktionen nach dem Motto „Nimm zehn zum Preis von einer“ haben in der Mac-Welt ja schon Tradition. MacHeistMacUpdateMacZOTMac Bundle BoxGive Good Food to your Mac - hab ich was vergessen? Mit MacWeed tritt jetzt ein weiterer Anbieter auf den Plan und versucht, das Software-Sommerloch zu füllen. Mit den kultigen MacHeist-Events kann das Angebot zwar weder qualitativ noch quantitativ mithalten, aber dank der Verlosung von angeblich bis zu 50 iPhones unter den Käufern sollte MacWeed wohl dennoch eine gewisse Aufmerksamkeit in der Szene sicher sein. 49,95 Dollar - soviel kostet ein Paket aus mindestens sechs und bestenfalls dreizehn Anwendungen - sind mir für ein Teilnahme-Los allerdings zu viel. Denn mit den angebotenen Programmen kann ich rein gar nichts anfangen. Das obligatorische DEVONthink ist natürlich auch wieder dabei. 

Übrigens gibt es erstmals eine zeitliche Überschneidung mit einer anderen Bundle-Aktion, nämlich der Mac Bundle Box, die in 11 Tagen startet. Mal sehen, was die zu bieten haben.

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Damals (I)

Den ersten, den vergisst man nie, heißt es. Bei mir war es ein C64, gekauft im Sommer 1985 als Sonderangebot im Allkauf Bochum. Und obwohl ich eigentlich nicht zu den Ewiggestrigen gehöre, ist mir beim Anblick der alten Werbeanzeige doch so ganz spontan ein Seufzer entfahren. Hach ja, das waren noch Zeiten ...

Und Preise! Gut, die Angaben im Bild unten sind wohl Österreichische Schilling. Ganz so schlimm war's dann doch nicht. Aber auch bei Zahlung in Deutschmark - die Älteren werden sich erinnern - musste man tief in die Tasche greifen. Etwa 2500 Schleifen kostete das Paket aus C64, Floppylaufwerk 1541 und Farb-Datenmonitor 1702 seinerzeit. Jawohl, Floppy und Farbe! Wenn schon, denn schon. Immerhin konnte ich die nicht unerhebliche Investition mit meiner Ausbildung zum Datenverarbeitungskaufmann rechtfertigen. Spielen? Ich doch nicht. Der passende Drucker, ein MPS-802 mit innovativer Hammertechnik, kam einige Monate später dazu.

Der Marke bin ich übrigens drei weitere Jahre später bei meinem Aufstieg in die professionelle Welt der IBM-Komaptiblen treu geblieben, wenn auch eher zufällig. Commodore PC-10 hieß der Traum in Beige - die Modellbezeichnung stand für die gigantische Festplattenkapazität von 10 MB (in Worten: zehn Megabyte!) -, erstanden als Auslaufmodell für günstige 1900 Mark bei einem Versandhändler. Aber das ist eine andere Geschichte.


Die Abbildung ist übrigens einem österreichischem Webforum entnommen und stammt aus dem Fundus von Wolfgang Morscher. Soviel Zeit muss sein.

Links für Nostalgiker:
Der C64 bei Wikipedia sowie bei kuto.de mit einigen interessanten Bildern. Und es gibt sogar ein Wiki, das sich ausschließlich dem C64 widmet.

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Berlin: „Talsohle erreicht“

Doch, ganz sicher. Jetzt aber wirklich.

Ganz Berlin scheint nur noch aus Tälern zu bestehen. Immer wenn man denkt, es ginge nicht mehr schlimmer, zaubert irgend jemand triumphierend noch einen teuflisch grinsenden Joker aus dem Ärmel: „Ätsch!"

Für Nicht-Berliner: Die Hauptschlagader des Berliner ÖPNV über Zoo, Hauptbahnhof, Friedrichstraße und Alexanderplatz wird quasi komplett stillgelegt. Keine S-Bahnen mehr, nix, null, nada. Immerhin: Der Normalbetrieb soll rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft im Dezember wieder gewährleistet sein, wie die S-Bahn in einer verstümmelten  Pressemitteilung verlauten lässt. Na, dann ... Alles halb so wild. Findet Wowi auch.

Berlin 2009: Arm, aber sexy.

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