Anlässlich der überaus interessanten Meldungen zum Thema Chrome OS erinnerte ich mich mal wieder meines angestaubten Google-Mail-Accounts. Wie war das noch mit der kontextorientierten Werbung? Die wird ja oft aufs Schärfste kritisiert, aber so richtig in Aktion gesehen hatte ich sie noch nicht. Ob das wirklich funktioniert? Und wenn ja: Kann man sich das nicht vielleicht sogar irgendwie zu Nutze machen?
Ich wollte es wissen und schrieb mir selbst eine Nachricht mit dem Betreff „Waschmaschine kaputt“ und einem kurzen ergänzenden Text an meine Google-Mail-Adresse. Und siehe da: Der nette Herr am anderen Ende der Leitung machte auch gleich passende Vorschläge zu Reparatur und Neukauf. Trefferquote: 100 Prozent. Sehr gelungen auch die Antwort des Otto-Versands auf mein Stichwort Schleudergang: „Waschmaschinen zum Schleuderpreis“. Haha, das nenne ich doch mal kontextorientiert.
Fazit: Toller Service! Und genau so ist es sicher auch gemeint. Gut, der Gedanke, über einen solchen Kanal regelmäßig Nachrichten mit persönlichem Inhalt auszutauschen, ist dann doch eher unangenehm. Und ich will mir auch nicht ausmalen, welche gut gemeinten Lösungsvorschläge der Herr Google zu dem einen oder anderen Problem wohl machen würde. Aber darum geht's ja gar nicht. Man muss Google als das sehen und nutzen, was es ist: Eine gigantische Datenverwertungsmaschinerie. Dann klappt's auch mit der Kommunikation.
Aber der Spamfilter ist wirklich klasse.

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