recipient

 

Meilenstein des Feminismus: Der Browser wird weiblich.

Erst Ricola und jetzt das. Die Schweiz festigt ihren Ruf als besonders innovative Nation. Neueste bahnbrechende Erfindung aus dem Alpenland: Ein Browser, nur für Frauen. In jahrelanger geheimer Entwicklungsarbeit und mit geringfügiger Unterstützung eines Technologiekonzerns haben die Redakteurinnen der Schweizer Frauenzeitschrift annabelle geplant, getüftelt und programmiert, diskutiert, getestet und implementiert. Das Ergebnis ist schlichtweg eine Sensation, technologisch wie auch gesellschaftlich:

In Zusammenarbeit mit Microsoft haben wir einen speziell auf annabelle-Leserinnen zugeschnittenen Internet Explorer entwickelt – mit diesen Highlights: Die Webslices informieren jederzeit über Modenews, neue Kommentare von Wäis Kiani oder Veranstaltungstipps.

Tolle Sache. Wird der "Playboy" die Herausforderung annehmen? Wir sind gespannt und bleiben dran.

Via Internet World

Filed under  //   medien   politik  

Comments [0]

You have (1) new gift!


Danke Facebook, kein Interesse.

Filed under  //   web2  

Comments [0]

Trends im Online-Journalismus

Interessante Präsentation von Ulrike Langer zur Verbreitung und Partizipation von Nachrichten im Web 2.0, zusammengestellt anlässlich ihres Vortrags beim Online-Workshop der ARD.ZDF medienakademie am 27.10.2009. Keine spektakulären Erkenntnisse, aber ein sehr guter, sachlicher Überblick jenseits von Hype und Horror.

Trends Im Online Journalismus 2.0

Filed under  //   medien   web2  

Comments [0]

Wer hat's erfunden? Die Schweitzer, Eva.

Das sind Karrieren: Von einer unbedeutenden Aktivistin der Berliner Hausbesetzerszene zur Stellvertreterin des deutschen Journalismus in Amerika. Eva Schweitzer, Macbook-Besitzerin und bekennendes ADAC-Mitglied, hat geschafft, wovon viele träumen.

Aber der Ruhm hat seinen Preis. Als Autorin von Weltrang hat Frau Schweitzer nicht nur Neider und falsche Freunde zu ertragen, sondern sich auch der zahlreichen Schmarotzer zu erwehren, die sich an den Ergebnissen ihrer erfolgreichen Arbeit bereichern wollen. Besonders da draußen in diesem Internet wimmelt es ja nur so von Dieben, Fälschern und Plagiatoren.

Aber Eva weiß sich zu wehren und begibt sich nun ihrerseits auf die Jagd. Das heißt, sie lässt jagen, von einem "Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz", denn in ihrer Position macht man sowas natürlich nicht mehr selbst. Bei der groß angelegten "Schleppnetzfahndung" (sic!) gehen auch prompt einige dicke Fische ins Netz. Zum Beispiel Philipp, der vor anderthalb Jahren in seinem privaten Blog mit dem geistreichen Namen "nom nom nom" unverkennbar aus einem ihrer großartigen Artikel zitiert und zum Originalbeitrag bei Zeit online verlinkt hatte. Thema: Obama im Weltall (oder so ähnlich). Unbekanntere und weniger erfolgreiche Autoren würden sich über solche Anerkennung und Werbung sicher freuen, aber eine Berühmtheit wie Eva Schweitzer sieht das naturgemäß anders. Und so flattert Philipp eine Abmahnung nebst Zahlungsaufforderung über 2155 Euro ins Haus. 1200 für Frau Schweitzer, 955 für den Anwalt.

Es kommt, wie es kommen muss. Die Angelegenheit zieht in der Blogosphäre ihre Kreise, es geht hin und her, der Spreeblick berichtet exklusiv und Schweitzer wähnt sich "im Mittelpunkt eines internationalen Skandals", was aber möglicherweise ironisch gemeint ist. Man weiß es nicht, und genau das ist das Problem: Ihre Statements im taz-Blog starren vor Arroganz und sind ein beeindruckendes Zeugnis maßloser Selbstüberschätzung. Immerhin deutet sie großmütig an, den Delinquenten "vom Haken" zu lassen, möchte diese generöse Geste aber adäquat gewürdigt sehen. Denn, das betont sie abschließend noch einmal: Abmahnung und Geldforderung seien berechtigt, weil von ihr. Punkt.

Nein, sind sie nicht. Und ich stehe dabei nicht auf dem dünnen Eis formaljuristischer Argumentationen, sondern auf der deutlich solideren Grundlage des gesunden Menschenverstandes. Nur, weil sich etwas - möglicherweise! - juristisch durchsetzen lässt, ist es noch längst nicht ehrbar oder respektabel, geschweige denn klug. Als ehemalige Aktivistin der Hausbesetzerszene sollte Eva Schweitzer das eigentlich genau so sehen. Als Eigentümerin jedoch betreibt sie selbst eine Räumung aus Prinzip und wider jede Vernunft. So ändern sich die Zeiten.

Mit solchen Aktionen bringt sie aber nicht nur einzelne Personen in Schwierigkeiten, die sich im Grunde nichts haben zu Schulden kommen lassen. Das wäre schlimm genug. Sie stellt außerdem ein System in Frage, von dem bisher alle Seiten profitiert haben: Das Erwähnen, Zitieren undVerlinken von Textbeiträgen im World Wide Web. Zigtausende von Blogs machen davon Gebrauch und führen Anbietern damit Leser zu, die sie sonst nie erreicht hätten.

Aber vielleicht ist ja auch Eva Schweitzer ein tragisches Opfer des unheimlichen Google-Virus und wir sehen hier einen weiteren verzweifelten Versuch, zu retten, was nicht zu retten ist: Der Journalismus, wie er früher einmal war.

Ich bin allerdings immer weniger der Meinung, dass er es wert ist.

Filed under  //   business   medien  

Comments [0]

Entwicklungshilfe für Herrn Niebel

Die FDP forderte im Wahlkampf Abschaffung des Entwicklungshilfeministeriums. [...] Und wie macht das ein Guido Westerwelle? Er setzt einfach seinen ehemaligen Generalsekretär – alles, nur kein ausgewiesener Entwicklungshilfepolitiker – an die Spitze des abzuschaffenden Ministeriums. Aber nicht, um das Minsterium abzuschaffen, sondern um der FDP und Herrn Niebel ein Ministerium zu beschaffen.


CDU-Mitglied Michel Friedman auf starke-meinungen.de

Comments [0]

McDonald's-Mitarbeiterin schuftet sich zu Tode

Tod durch Überarbeitung: Eine Filialleiterin von McDonald's in Japan ist nach Behördenangaben gestorben, weil sie ein halbes Jahr monatlich mehr als 80 Überstunden gemacht hatte.

Könnte sowas auch in Deutschland passieren? Tut es. Täglich. Allerdings interessiert sich hier keine Behörde dafür.

Comments [0]

Staatshilfen für US-Zeitungen?

Die Lage der US-Zeitungen ist so schlecht wie nie. Innerhalb von sechs Monaten verloren die Blätter durchschnittlich 10,6 Prozent ihrer Auflage. Jetzt fordern Experten eine radikale Lösung: staatliche Finanzhilfen.

Entweder das - oder Google.

Comments [0]

Desillusionierung (276.)

Heute zur Frage: Wozu ein Computer-Passwort?

Wenn die Ausrede wenigstens wäre: “ich will nicht, dass meine Frau die Pornos auf dem Computer findet” oder ähnliches – nein, stattdessen ist man der festen Überzeugung das Passwort würde gegen die CIA, den Mossad oder sogar gegen Fliegenscheisse auf der Autoscheibe helfen.

Nicht?

Via Caschys Blog

Comments [0]

Bahn: Studie belegt, was alle wussten

Was Kritiker vorausgesagt haben, belegt jetzt eine Studie: Das 2006 mit einem Milliardenaufwand verwirklichte neue Bahnkonzept, dessen Herz der Hauptbahnhof mit dem Nord-Süd-Tunnel bildet, hat dazu geführt, dass mehr als 65 Prozent der Berliner mehr Zeit benötigen, um einen Fernzug zu erreichen. [...] Nachteilig ausgewirkt hat sich hier, dass die Bahn seit der Inbetriebnahme des Hauptbahnhofs keine Fernzüge mehr im Bahnhof Zoo halten lässt.


Der entscheidende Hinweis findet sich gleich im ersten Satz. Wobei mit "Kritiker" hier keine Einzelpersonen gemeint sind, sondern ein großer Teil der Bevölkerung Berlins sowie sämtliche mit Stadt- und Verkehrsplanung befassten Fachleute.

Und hier geht es nur um die Auswirkungen auf die Bewohner der Stadt. Berlin-Besucher, die zu einem großen Teil die City-West zum Ziel hatten und entsprechend am Bahnhof Zoo ausgestiegen sind, haben ebenfalls deutliche Nachteile. Denn die müssen jetzt vom im infrastrukturellen Niemandsland liegenden Hauptbahnhof auf der selben Strecke mit der S-Bahn zurückfahren. So denn eine fährt ...

[...] Offiziell begründete die Bahn diesen Beschluss mit Fahrplanzwängen. In kleiner Runde gab Mehdorn aber zu, dass die Fahrgäste vom Bahnhof Zoo gezwungen werden sollen, im Hauptbahnhof ein- und auszusteigen, weil die Läden und Geschäfte in dem Milliardenbau Kunden brauchen.


Die Formulierung klingt für mich zwar etwas erfunden, aber der Sachverhalt an sich steht außer Frage.Die Vermietung der vielen, gewiss nicht billigen Läden in einem nur unzureichend ans Nahverkehrsnetz angebundenen Hauptbahnhof wäre sicher schwierig geworden, wenn man nicht den Fernverkehr dort konzentriert und auf diese Weise für deutlich höhere Besucherfrequenzen gesorgt hätte. Potenzielle Mieter sollen seinerzeit auch mit genau diesem Argument überzeugt worden sein.

Aber so ist das, wenn man Staatsbetriebe mit entscheidender Bedeutung für die Infrastruktur des Landes in die Hände von Technokraten mit ausgeprägter Gutsherren-Mentalität legt. Einzige Vorgabe: Privatisieren und an der Börse zu Geld machen. Hat mit Zumwinkel und der Post ja auch gut geklappt. Gestutzt, zerrupft, verramscht. Eigentlich unfassbar, wie viel Kompetenz, Vertrauen und Image da innerhalb kürzester Zeit verspielt wurde.

Herr Mehdorn soll sich dem Vernehmen nach inzwischen übrigens bei Morgan Stanley ein Zubrot verdienen: Als Berater für Verkehrsprojekte.

Quelle: Tagesspiegel

Filed under  //   berlin   politik  

Comments [0]

Under Construction

Heute Morgen, 19. Oktober 2009, 6:30 Uhr MEZ in meinem elektronischen Postfach:

Na, herzlichen Glückwunsch ...

Auch zu der Kampagne.

Filed under  //   business  

Comments [0]