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Kabinett der Malediven taucht ab

Mit einer spektakulären Unterwassersitzung hat die Regierung der Malediven auf die Gefahren des Klimawandels hingewiesen. Präsident und Minister tagten in Taucheranzügen auf dem Meeresgrund. Dort unterschrieben sie einen dramatischen Appell an die Welt - mit wasserfesten Stiften.

Das nenne ich mal anschauliche Politik. Daran sollten sich deutsche Politiker ein Beispiel nehmen. Ich sehe es vor mir: Sigmar Gabriel ruft vom Turm in Krümmel den Solarstaat aus, die Grünen untertagen in Asse, der Bundespräsident hält seine Neujahrsansprache auf einer Müllkippe und Angela Merkel taucht im Templiner See ab. Wär' doch was.

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Piraten, ja bitte!

Und jetzt die Internetpiraten. Deren Anliegen betreffen die ungehinderte Nutzung des World Wide Web, jener globalen Informationsmaschine, die unser Leben verändert hat. Aber es geht um mehr als dieses Universum unnützen Wissens, in dem niemand Geld verdient außer der Porno-Industrie, die uns listenreich mit ihrem Müll versorgt.

via fr-online.de

Ich habe in den letzten vierzig Jahren viel gelesen, aber nur selten eine derart geballte Ladung dummes Zeug. Fehlt eigentlich nur noch "Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein!" Von mir aus aber gerne ein Ko(c)ks- und FR-freier.

Die Piratenpartei hat seit zehn Minuten einen Sympathisanten mehr. Denn ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass uns eine Zerreißprobe zwischen reaktionären und progressiven Kräften der Gesellschaft bevorsteht, und zwar mit einer Gewalt, die alle klassischen Konflikte zwischen alt und jung oder arm und reich in den Schatten stellen wird. Die Gräben werden jedenfalls zusehends tiefer, da sollte man sich rechtzeitig für eine Seite entscheiden.

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Gipfelstürmer

Als nächste alpine Herausforderung wird dann der Kreuzberg mit seinen beeindruckenden 66 Metern in Angriff genommen. Muss man da sauerstofftechnisch was beachten?

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Apropos rechtsfreier Raum ...

In Großbritannien soll jeder Big Brother spielen können. Eine Firma will die Bilder der Millionen Überwachungskameras im Königreich online stellen - wer ein Verbrechen entdeckt, soll es per Mausklick melden.

Das Projekt wird sicher auch von Deutschland aus mit großem Interesse verfolgt. Wäre ja letztlich auch konsequent: Warum sollte das Tun der Bürger nur auf dem Datenhighway kontrolliert werden, nicht aber auf den realen Straßen und Plätzen? Das Argument ließe sich übrigens bei Bedarf auch umgekehrt nutzen. Alles in allem also schöne Aussichten.

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Lifestyle-Experten unter sich

Wie nennt man eigentlich Herausgeber, die nichts herausgeben? Nicht einmal Honorare?

fragt Michalis Pantelouris auf print-würgt.de. Mögliche Antworten bitte dort in die Kommentare.

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Apropos Bild-Zeitung

Der schöne taz-Spot darf seit vorgestern ganz offiziell wieder gezeigt werden. Na, dann tun wir das doch:

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Auch das noch


... Der Kühlschrank zur Zeitung. Six-Pack-optimiert und mit spezieller Flachmann-Halterung. Suuuperbillig.

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Geschlagener Bogen, so rund

Ich denke mir dann ja immer, dass diese Mischung selbst für Rentner mit tiefstem Wunsch nach Glückseeligkeit zu viel des Guten ist. Kein Wort könnte ich diesem menschgewordenem Griebenschmalz abnehmen und doch verkauft er Platten in Millionenauflage und erfreut sich größter Beliebtheit. Ist dieses unerklärliche Phänomen vielleicht auch der Grund für den Erfolg der FDP bei der vergangenen Bundestagswahl?

Köstlich. Auch sonst. Zwar nicht von Niggemeier persönlich, sondern von seiner Urlaubsvertretung Herm, aber wie sagt der Leser mit dem programmatischen Namen 'Gurkenwasser' so schön in einem Kommentar: "N. ist zwar aufklärerischer, aber Sie sind definitiv lustiger!" Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer: Lesen!

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World Wide Westerwelle

Keine Ausnahme für die britische BBC: Bei seiner ersten Pressekonferenz nach dem Wahlsieg hat sich FDP-Parteichef Guido Westerwelle geweigert, eine Frage auf Englisch zu beantworten - nicht einmal anhören wollte er sie. "Wir sind hier in Deutschland", schalt er den Reporter.

Via Spiegel online

Super Bewerbung als Außenminister. Für den Antrittsbesuch in England wird sich die Sun sicher was ganz Besonderes einfallen lassen. Sehr wahrscheinlich liegt die Titelseite schon fertig in der Schublade.

Tja, Guido, jetzt beginnt auch für dich der Ernst des Lebens. Vorbei mit Spaßpolitik, unverbindlichem Geschwätz und neckischen Posen. Ab sofort wird zurückgelacht.

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Berlin: Vier Parteien auf Augenhöhe

Auch in Berlin hat die SPD satte 14 - in Worten: vierzehn! - Prozent verloren und damit für eine Nivellierung der politischen Landschaft gesorgt. Vier Parteien mit Werten so um die 20 Prozent. Die FDP kommt hier "nur" auf 11,5 Prozent. Klar, das Geld sitzt woanders. Ein Achtungserfolg gelang den Piraten: Mit knapp 3,5 Prozent erzielten sie in Berlin vermutlich bundesweit ihr bestes Ergebnis. Randnotiz: Hans-Christian Ströbele, das linke Feigenblatt der Grünen, holte in Friedrichshain-Kreuzberg fast gut 50 Prozent der Erststimmen.

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