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Analysen (II)

Guido Westerwelle ist ein Phänomen, ein personifiziertes Paradoxon. Er hat es geschafft, eine neoliberale Partei nach dem Zusammenbruch des Neoliberalismus zum großen Wahlsieger zu machen.

Ausgerechnet nach der globalen Entlarvung des Marktradikalismus gelang ihm, was ihm vor dessen Entlarvung nicht gelungen ist. Dieser Wahlsieg ist Westerwelle mit einfachsten Mitteln geglückt. Er hat im Wahlkampf nur das gesagt, was er immer gesagt hat: "Mehr Markt" und "weniger Steuern". Wegen der Simplizität der Aussage hat ihm die erste Luft genügt.

Er hat sich nicht irritieren lassen vom Bankencrash; und er hat so getan, als habe die Wirtschaftskrise gar nichts zu tun mit der FDP und ihren Lehren. Westerwelle ist schlicht bei seinen Kernaussagen geblieben. Viele Wähler haben das offenbar als die freidemokratische Ausprägung der Nachhaltigkeit goutiert.

Treffer - versenkt.

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Analysen (I)

Dass eine schwarz-gelbe Regierung nun trotzdem zustande kommt, verdankt Merkel einer FDP, die vom Wähler in einer Art und Weise aufgeblasen worden ist, wie es die Demoskopen vor kurzem noch kaum für möglich hielten.

"Aufgeblasen" ist genau das richtige Wort.

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FDP holt 25,6 Prozent in S-H


Immerhin nur bei SPIEGEL online, und auch dort nur für etwa fünf Minuten. Aber auch 15 Prozent sind - nun ja, erstaunlich.

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Obst- und Gemüsetheke im Web

Rund ein Viertel der Deutschen ist Lebensmitteleinkäufen im Internet gegenüber positiv eingestellt, jeder Zehnte hat bereits online Nahrungsmittel bestellt. Das Onlineangebot findet besonderes Interesse bei Berufstätigen.

Alter Hut. Vor langer Zeit (ca. 5 Jahre) schon mal getragen und relativ schnell wieder abgelegt. Aber es kommt ja alles wieder.

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Die NPD tut, was sie kann: hetzen.

Die Briefe sehen aus wie eine amtliche Bekanntmachung und fordern dazu auf, Deutschland zu verlassen: Solche Post haben mehrere Politiker mit Migrationshintergrund bekommen. Absender: die Berliner NPD. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

 

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Ertrunken im Web 2.1

Das Opfer: Hans-Martin Schulze, 24 Jahre alt, Pharmazie-Praktikant aus Oldenburg, Kandidat bei der Pro-Sieben-Samstagabend-Show "Schlag den Raab" und derzeit wohl einer der meistgehassten Menschen im deutschsprachigen Web 2.0. Die Täter: Gwendolin, alexcarn, drcox1882 und tausende, zumeist anonyme Internetnutzer, die den jungen Mann am vergangenen Wochenende auf Twitter, Youtube, Studivz oder Facebook in Echtzeit durch das soziale Netz fallen ließen. Dies ist ein Portrait über Webmobbing.

Die Effizienz eines Mediums sagt halt nichts über die Qualität der Inhalte aus, und sie macht die Nutzer auch nicht zu anderen Menschen, geschweige denn besseren. Und ich fürchte, nicht mal zu klügeren.

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Neues aus Absurdistan

Der Dolmetscher aus Berlin hatte Mitte August bei einer Zwangsversteigerung die 500 Meter lange Straße „Am Mühlenberg“ samt Kanalisation und Laternen für 1000 Euro erworben. Zwei Mitarbeiter des Bauamtes Beetzsee sollten bei der Zwangsversteigerung vor dem Amtsgericht Potsdam die Straße für einen Euro kaufen, für eine höhere Summe fehlte ihnen das Mandat – mit einem Mitbieter hatten sie nicht gerechnet.

Man sollte doch wieder mehr Zeitung lesen. Insbesondere die Versteigerungsanzeigen. Da lassen sich offenbar echte Schnäppchen finden. Und so 'ne Straße kann man ja immer brauchen.

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S-Bahn Berlin: Die Wut fährt mit

"Ohne Witz, wenn es jetzt gerade eine Fahrkartenkontrolle gäbe, ich glaube, die Kontrolleure würden massakriert."

 

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Piratenpartei: Klarmachen zum Spenden

Ich bin zwar (noch?) kein Pirat, aber der Spot ist wirklich gut. Wenn sie es schaffen, den zur besten Sendezeit ins TV-Programm zu hieven, dann wird ihnen das mit Sicherheit einige zusätzliche Stimmen bringen. Ich habe meinen (geringen) Teil dazu beigetragen. Jetzt sind Andere dran.

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S-Bahn Berlin: Mehdorns Vermächtnis

Scharfe Kritik kommt mittlerweile aber auch von der Bundesregierung: Das Unternehmen werde seiner Verantwortung für einen reibungslosen Verkehr offensichtlich nicht gerecht, sagte der Sprecher des Bundesverkehrsministeriums, Rainer Lingenthal, am Mittwoch in Berlin: "Wir erwarten einen Wechsel in der Politik der Bahn." Er frage sich, wann in der Stadt wieder Zustände herrschten, "die der westlichen Zivilisation angemessen sind“.

via spiegel.de

Dazu dann allerdings dieser Aufmacher:

Das Bild zeigt zwar irgendeinen Zug, aber ganz sicher keine Berliner S-Bahn.

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