recipient

 
Filed under

audio

 

Heut' passiert's, ganz bestimmt!

EDIT 10.09.09, 7:15 Uhr: Mönsch, da macht man ein mal mit beim wilden Treiben in der Gerüchteküche, und dann gleich so 'n Reinfall. Das war's dann wohl mit der Analysten-Karriere. Immerhin: Ich seh's ein und lasse ab sofort das Spekulieren und Kaffeesatzlesen. Solche Konsequenz würde man sich ja auch von Anderen wünschen. --

Ich beteilige mich ja sonst nicht an Spekulationen zu Apple Events, aber da es um die Beatles geht, mache ich mal eine Ausnahme. Macnews meint, dass die Beatles-Songs allen Gerüchten und Hinweisen zum Trotz nun doch nicht kurzfristig im iTunes Store verfügbar sein würden. Grund: Die Verhandlungen mit EMI Music wären noch nicht abgeschlossen. Gerade letzteres kann ich mir aber nur schwer vorstellen. Der Remastering-Prozess läuft nun schon seit mehreren Jahren, die entsprechenden CDs sind seit heute komplett im Handel verfügbar. Und ausgerechnet die Verhandlungen zur Veröffentlichung im iTunes Store sollen noch nicht abgeschlossen sein, wo das Projekt Beatles bei Apple doch quasi Chefsache ist? Dagegen spricht neben der Wahrscheinlichkeit auch die Tatsache, dass EMI Music auf seiner Website selbst schon auf den iTunes Store verweist (siehe Screenshot). Dort läuft der Link zwar noch ins Leere, aber EMI hätte ihn wohl kaum gesetzt, wenn noch gar nicht feststünde, ob und wann die Songs dort verfügbar sein werden. Ich vermute eher, dass Steve Jobs sich nicht die Show stehlen lassen wollte und deshalb um Zurückhaltung gebeten hat. Mein Tipp: Heute Abend wird es passieren!

Und wenn nicht? Auch egal. Für mich sind die „remasterten“ Versionen ein Nice to -, aber sicher kein Must have. Und sollte ich mich irgendwann durchringen, dann wird es sowieso die komplette Stereo-Box sein. Wenn schon, denn schon.

Filed under  //   audio  

Comments [0]

Apropos Beatles ...

Als Beatles-Fan muss man seine Vorliebe ja selten begründen, geschweige denn sich dafür rechtfertigen. Und falls doch, kann man einfach Andere für sich sprechen lassen:

„Ich kann mich noch erinnern, wie ich zum ersten Mal die Beatles hörte. Es war 1964. Ich stand in der Einfahrt und hielt mein Ohr an unser winziges Tranistorradio. Ich hörte zum ersten Mal 'I Want To Hold Your Hand', das Radio knisterte und störte, dennoch kam es mir vor, als hätte ich soeben die Stimme Gottes gehört. Es war das Unglaublichste, was meine Ohren je vernommen hatten, und es bewegte mich auf eine Art, wie ich es zuvor noch nicht gekannt hatte. Musik wurde für mich zur Obsession.“
(Melissa Etheridge, Musikerin)

„John Lennon und Paul McCartney waren Ausnahme-Songwriter. McCartney war und ist als Musiker ein echter Virtuose. George Harrison war zwar nie die Sorte Gitarrist, die einem blendende Soli um die Ohren haut, aber man kann die Melodien fast aller seiner Breaks singen. Und sie passen perfekt ins jeweilige Arrangement. Ringo Starr trommelte mit einem einzigartigen feel, das bisher noch keiner kopieren konnte, auch wenn es viele gute Schlagzeuger versucht haben. Und das Wichtigste: John und Paul waren fantastische Sänger.“
(Elvis Costello im Rolling Stone Magazine)

„Sie machten Dinge, die sonst niemand tat. Jeder dachte, sie würden bald wieder verschwinden. Für mich war es offensichtlich, dass sie eine bleibende Macht waren, die die Richtung zeigte, in die Musik zu gehen hatte.“
(Bob Dylan)

„Eigentlich war der damals so genannte Beat, die gehobene Popmusik, nicht unbedingt meine Welt. Doch die Beatles mit ihren besten Stücken hatten mir die Brücke zum Pop gebaut. Ich war so angeturnt, dass ich, anders als viele Kollegen, keine Probleme hatte, mich vom Jazz- auf den Rock-Rhythmus umzustellen.“
(Udo Lindenberg, deutsche Rock-Legende)

„Ich saß total bekifft in meinem Haus im Laurel Way, als ich erstmals 'Rubber Soul' hörte. Ein Kumpel kam vorbei und stammelte: 'Das musst du dir geben, Du wirst ausrasten.' Was ich dann auch tat. Ich drehte nahezu durch. Ich hörte das Album viermal in Folge und war derart überwältigt, dass ich zwei Nächte lang nicht schlafen konnte. Dabei kann ich nicht mal genau erkären, warum ich beinahe den Verstand verlor. 'Rubber Soul' erschien mir wie eine Sammlung von Folk-Songs, die irgendwie alle miteinander zusammenhingen. Sie verwendeten noch immer die gleichen Instrumente und schafften es dennoch, völlig neuartig zu klingen. Es war das erste Mal, das ich ein Rock-Album hörte, auf dem jeder Song tatsächlich richtig gut war.“
(Brian Wilson, Chef-Beach Boy, Musiker und Songwriter)

„Als John 'Strawberry Fields Forever' anschleppte, hat es mich fast von den Füßen gehauen. Paul war genauso beeindruckt. Zwei Wochen später kam Paul mit 'Penny Lane'. Es war seine Antwort auf 'Strawberry Fields'. So funktionierte der Wettbewerb, die Konkurrenz zwischen ihnen. Das war für sie lebenswichtig. Als sie sich trennten, fehlte es beiden fürchterlich.“
(George Martin, Produzent)

„[...] In «Così fan tutte» spiele ich auch die Rezitative selber, und da es eine 60-er-Jahre-Inszenierung ist, kann ich im 2. Akt immer ein kleines Zitat aus dem Beatles-Repertoire einschieben. Bei jeder Vorstellung bringe ich ein neues Lied, und die Musiker warten schon darauf.“
(Simone Young, Musikerin und Dirigentin)

„Wir verneigen uns vor dem musikalischen Gesamtwerk der Beatles. Denn es ist eine unglaubliche Leistung, in einer solch relativ kurzen Wirkungsphase über 260 Songs zu veröffentlichen, zahlreiche Hits zu landen und dann auch noch nebenbei diverse Neuerungen in die Musikgeschichte einzubringen. Davor muss ich mich als Künstler, als Komponist und als Gitarrist verneigen.“
(Dieter Kirchenbauer, Musiker und Komponist)

„Diese Burschen sind größten Komponisten seit Beethoven.“ - „Die Musik der Beatles wird mit Sicherheit so lange bestehen bleiben wie die Werke von Brahms, Beethoven und Bach.“
(Leonard Bernstein, Komponist und Dirigent)

„Wir mögen den Sound nicht und ausserdem ist Gitarrenmusik sowieso am aussterben.“
Ein Manager von Decca Recording Co. (1962 bei der Ablehnung der Beatles)

Filed under  //   audio   leute   liebling  

Comments [0]

The Beatles: Wiedervereinigung am 09.09.09

Unsummen wurden den Beatles nach der Trennung für einen einzigen Liveauftritt geboten. Beträge, gegen die selbst italienische Lotto-Jackpots wie die Portokasse eines mittleren Taubenzüchtervereins wirken. Leider vergeblich. Doch am nächsten Mittwoch, dem 09.09.09, soll es endlich wieder heißen: „Ladies and Gentlemen - The Beatles!“ Denn dann soll das Videospiel „The Beatles: Rockband“ vorgestellt werden, das die Fab Four virtuell wiederauferstehen lässt. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann wird man als Spieler dabei in die Rolle eines belieibigen Bandmitglieds schlüpfen und ein Instrument seiner Wahl spielen können. Als multimediale Karaoke-Variante sozusagen. Na ja ...


Außerdem erwartet man, dass an diesem Tag mit dem markanten Datum - möglicherweise von Steve Jobs himself - die Verfügbarkeit der gesammelten Beatles-Werke im iTunes-Store bekannt geben wird. Dieses Gerücht ist zwar schon so alt wie die Menschheit der iTunes Store, aber die technischen Voraussetzungen scheinen inzwischen immerhin tatsächlich erfüllt zu sein. Von wegen digitally remastered und so.

Einen eingefleischten Beatles-Fan wie mich lässt das alles relativ kalt. Ich habe die Beatles schon längst digital: Als MP3-Files in iTunes, hihi. Und wenn ich sie in Aktion sehen will, dann lege ich eine DVD der großartigen, fast 11-stündigen Anthology-Dokumentation ein. Genau, könnte ich eigentlich mal wieder machen. Also, ich bin dann mal weg ...

Filed under  //   audio   leute   liebling   welt  

Comments [0]

Bild und Ton? Ich komme schon!

Wenn Fidel ein Stöckchen wirft, dann hechte ich als braver Hund Blogger natürlich hinterher. Einen Musik-Video-Clip, der die Elemente Bild und Ton gut kombiniert, will er sehen. Ja, wenn's weiter nichts ist. Da fällt mir doch sofort Eleanor Rigby aus Yellow Submarine ein. Gut, damals hieß das noch nicht Video-Clip, sondern Film. Aber, wie sagte der Einheitskanzler schon so treffend: Wichtig ist, was hinten rauskommt. Und der kreative Output der Beatles kann sich wahrlich sehen lassen. Hören sowieso. Das gilt übrigens für den ganzen Film. Tolle Musik, viel Phantasie und reichlich Humor. Eleanor Rigby ist eine meiner (vielen) Lieblingsstellen. Leider ist die Qualität des Clips nicht besonders. Die des Films war besser ... ;-)

Filed under  //   audio   leute   video  

Comments [2]

Maybe I'm Amazed

Einer der Songs, mit denen Paul McCartney sich Mitte der 70er Jahre wieder auf Beatles-Niveau katapultiert und die Linie von Hey Jude und Let It Be fortgesetzt hat. Und übrigens auch einer wenigen Songs, die live deutlich besser klingen als die Studioaufnahme. Was aber nicht etwa daran liegt, dass die Live-Auftritte so schlecht gewesen wären, sondern an der Qualität der Kompositionen, Arrangements und nicht zuletzt der Musiker. Alle drei Faktoren griffen so gut ineinander, dass die Songs praktisch immer gleich klangen, egal wo sie gespielt und aufgenommen wurden. Bei Maybe I'm Amazed ist das insofern anders, als McCartney den Titel später immer deutlich intensiver, „balladiger“ gespielt hat als in der usprünglichen, nach meinem Empfinden etwas lieblosen Studio-Version. Vermutlich hat ihm die später selbst nicht mehr gefallen. Hier also besagte Live-Version, aufgenommen während der Wings-Over-America-Tournee 1976 in Seattle.

Filed under  //   audio   video   welt  

Comments [0]