Apropos Beatles ...
Als Beatles-Fan muss man seine Vorliebe ja selten begründen, geschweige denn sich dafür rechtfertigen. Und falls doch, kann man einfach Andere für sich sprechen lassen:
„Ich kann mich noch erinnern, wie ich zum ersten Mal die Beatles hörte. Es war 1964. Ich stand in der Einfahrt und hielt mein Ohr an unser winziges Tranistorradio. Ich hörte zum ersten Mal 'I Want To Hold Your Hand', das Radio knisterte und störte, dennoch kam es mir vor, als hätte ich soeben die Stimme Gottes gehört. Es war das Unglaublichste, was meine Ohren je vernommen hatten, und es bewegte mich auf eine Art, wie ich es zuvor noch nicht gekannt hatte. Musik wurde für mich zur Obsession.“(Melissa Etheridge, Musikerin)
„John Lennon und Paul McCartney waren Ausnahme-Songwriter. McCartney war und ist als Musiker ein echter Virtuose. George Harrison war zwar nie die Sorte Gitarrist, die einem blendende Soli um die Ohren haut, aber man kann die Melodien fast aller seiner Breaks singen. Und sie passen perfekt ins jeweilige Arrangement. Ringo Starr trommelte mit einem einzigartigen feel, das bisher noch keiner kopieren konnte, auch wenn es viele gute Schlagzeuger versucht haben. Und das Wichtigste: John und Paul waren fantastische Sänger.“
(Elvis Costello im Rolling Stone Magazine) „Sie machten Dinge, die sonst niemand tat. Jeder dachte, sie würden bald wieder verschwinden. Für mich war es offensichtlich, dass sie eine bleibende Macht waren, die die Richtung zeigte, in die Musik zu gehen hatte.“
(Bob Dylan) „Eigentlich war der damals so genannte Beat, die gehobene Popmusik, nicht unbedingt meine Welt. Doch die Beatles mit ihren besten Stücken hatten mir die Brücke zum Pop gebaut. Ich war so angeturnt, dass ich, anders als viele Kollegen, keine Probleme hatte, mich vom Jazz- auf den Rock-Rhythmus umzustellen.“
(Udo Lindenberg, deutsche Rock-Legende) „Ich saß total bekifft in meinem Haus im Laurel Way, als ich erstmals 'Rubber Soul' hörte. Ein Kumpel kam vorbei und stammelte: 'Das musst du dir geben, Du wirst ausrasten.' Was ich dann auch tat. Ich drehte nahezu durch. Ich hörte das Album viermal in Folge und war derart überwältigt, dass ich zwei Nächte lang nicht schlafen konnte. Dabei kann ich nicht mal genau erkären, warum ich beinahe den Verstand verlor. 'Rubber Soul' erschien mir wie eine Sammlung von Folk-Songs, die irgendwie alle miteinander zusammenhingen. Sie verwendeten noch immer die gleichen Instrumente und schafften es dennoch, völlig neuartig zu klingen. Es war das erste Mal, das ich ein Rock-Album hörte, auf dem jeder Song tatsächlich richtig gut war.“
(Brian Wilson, Chef-Beach Boy, Musiker und Songwriter) „Als John 'Strawberry Fields Forever' anschleppte, hat es mich fast von den Füßen gehauen. Paul war genauso beeindruckt. Zwei Wochen später kam Paul mit 'Penny Lane'. Es war seine Antwort auf 'Strawberry Fields'. So funktionierte der Wettbewerb, die Konkurrenz zwischen ihnen. Das war für sie lebenswichtig. Als sie sich trennten, fehlte es beiden fürchterlich.“
(George Martin, Produzent) „[...] In «Così fan tutte» spiele ich auch die Rezitative selber, und da es eine 60-er-Jahre-Inszenierung ist, kann ich im 2. Akt immer ein kleines Zitat aus dem Beatles-Repertoire einschieben. Bei jeder Vorstellung bringe ich ein neues Lied, und die Musiker warten schon darauf.“
(Simone Young, Musikerin und Dirigentin) „Wir verneigen uns vor dem musikalischen Gesamtwerk der Beatles. Denn es ist eine unglaubliche Leistung, in einer solch relativ kurzen Wirkungsphase über 260 Songs zu veröffentlichen, zahlreiche Hits zu landen und dann auch noch nebenbei diverse Neuerungen in die Musikgeschichte einzubringen. Davor muss ich mich als Künstler, als Komponist und als Gitarrist verneigen.“
(Dieter Kirchenbauer, Musiker und Komponist) „Diese Burschen sind größten Komponisten seit Beethoven.“ - „Die Musik der Beatles wird mit Sicherheit so lange bestehen bleiben wie die Werke von Brahms, Beethoven und Bach.“
(Leonard Bernstein, Komponist und Dirigent) „Wir mögen den Sound nicht und ausserdem ist Gitarrenmusik sowieso am aussterben.“
Ein Manager von Decca Recording Co. (1962 bei der Ablehnung der Beatles)


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