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Be a hero!

Skandinavische Nachhilfe in Sachen Kommunikation für die Schon-GEZahlt-Bürokraten aus Köln. Im "Danke-Film" des schwedischen Rundfunks kann jeder zum Helden werden. Einfach Bild hochladen und sich feiern lassen. Hier das Beispiel eines gewissen Jimmie:

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Wie sich Deutschland entblättert

»Kostenpflichtiger Universaljournalismus hat keine Zukunft«, sagt der Medienberater Alexander Kahlmann und meint damit die Zeitungen. Seine Firma hat mehr als hundert von ihnen beraten. Es ist merkwürdig: Auch der Operateur glaubt nicht an das Überleben seiner Patienten.

Anita Blasberg auf Zeit online mit einer gelungenen Bestandsaufnahme des Zeitungsjournalismus 2009 in Deutschland: "Deutschland, entblättert"

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Meilenstein des Feminismus: Der Browser wird weiblich.

Erst Ricola und jetzt das. Die Schweiz festigt ihren Ruf als besonders innovative Nation. Neueste bahnbrechende Erfindung aus dem Alpenland: Ein Browser, nur für Frauen. In jahrelanger geheimer Entwicklungsarbeit und mit geringfügiger Unterstützung eines Technologiekonzerns haben die Redakteurinnen der Schweizer Frauenzeitschrift annabelle geplant, getüftelt und programmiert, diskutiert, getestet und implementiert. Das Ergebnis ist schlichtweg eine Sensation, technologisch wie auch gesellschaftlich:

In Zusammenarbeit mit Microsoft haben wir einen speziell auf annabelle-Leserinnen zugeschnittenen Internet Explorer entwickelt – mit diesen Highlights: Die Webslices informieren jederzeit über Modenews, neue Kommentare von Wäis Kiani oder Veranstaltungstipps.

Tolle Sache. Wird der "Playboy" die Herausforderung annehmen? Wir sind gespannt und bleiben dran.

Via Internet World

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Trends im Online-Journalismus

Interessante Präsentation von Ulrike Langer zur Verbreitung und Partizipation von Nachrichten im Web 2.0, zusammengestellt anlässlich ihres Vortrags beim Online-Workshop der ARD.ZDF medienakademie am 27.10.2009. Keine spektakulären Erkenntnisse, aber ein sehr guter, sachlicher Überblick jenseits von Hype und Horror.

Trends Im Online Journalismus 2.0

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Wer hat's erfunden? Die Schweitzer, Eva.

Das sind Karrieren: Von einer unbedeutenden Aktivistin der Berliner Hausbesetzerszene zur Stellvertreterin des deutschen Journalismus in Amerika. Eva Schweitzer, Macbook-Besitzerin und bekennendes ADAC-Mitglied, hat geschafft, wovon viele träumen.

Aber der Ruhm hat seinen Preis. Als Autorin von Weltrang hat Frau Schweitzer nicht nur Neider und falsche Freunde zu ertragen, sondern sich auch der zahlreichen Schmarotzer zu erwehren, die sich an den Ergebnissen ihrer erfolgreichen Arbeit bereichern wollen. Besonders da draußen in diesem Internet wimmelt es ja nur so von Dieben, Fälschern und Plagiatoren.

Aber Eva weiß sich zu wehren und begibt sich nun ihrerseits auf die Jagd. Das heißt, sie lässt jagen, von einem "Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz", denn in ihrer Position macht man sowas natürlich nicht mehr selbst. Bei der groß angelegten "Schleppnetzfahndung" (sic!) gehen auch prompt einige dicke Fische ins Netz. Zum Beispiel Philipp, der vor anderthalb Jahren in seinem privaten Blog mit dem geistreichen Namen "nom nom nom" unverkennbar aus einem ihrer großartigen Artikel zitiert und zum Originalbeitrag bei Zeit online verlinkt hatte. Thema: Obama im Weltall (oder so ähnlich). Unbekanntere und weniger erfolgreiche Autoren würden sich über solche Anerkennung und Werbung sicher freuen, aber eine Berühmtheit wie Eva Schweitzer sieht das naturgemäß anders. Und so flattert Philipp eine Abmahnung nebst Zahlungsaufforderung über 2155 Euro ins Haus. 1200 für Frau Schweitzer, 955 für den Anwalt.

Es kommt, wie es kommen muss. Die Angelegenheit zieht in der Blogosphäre ihre Kreise, es geht hin und her, der Spreeblick berichtet exklusiv und Schweitzer wähnt sich "im Mittelpunkt eines internationalen Skandals", was aber möglicherweise ironisch gemeint ist. Man weiß es nicht, und genau das ist das Problem: Ihre Statements im taz-Blog starren vor Arroganz und sind ein beeindruckendes Zeugnis maßloser Selbstüberschätzung. Immerhin deutet sie großmütig an, den Delinquenten "vom Haken" zu lassen, möchte diese generöse Geste aber adäquat gewürdigt sehen. Denn, das betont sie abschließend noch einmal: Abmahnung und Geldforderung seien berechtigt, weil von ihr. Punkt.

Nein, sind sie nicht. Und ich stehe dabei nicht auf dem dünnen Eis formaljuristischer Argumentationen, sondern auf der deutlich solideren Grundlage des gesunden Menschenverstandes. Nur, weil sich etwas - möglicherweise! - juristisch durchsetzen lässt, ist es noch längst nicht ehrbar oder respektabel, geschweige denn klug. Als ehemalige Aktivistin der Hausbesetzerszene sollte Eva Schweitzer das eigentlich genau so sehen. Als Eigentümerin jedoch betreibt sie selbst eine Räumung aus Prinzip und wider jede Vernunft. So ändern sich die Zeiten.

Mit solchen Aktionen bringt sie aber nicht nur einzelne Personen in Schwierigkeiten, die sich im Grunde nichts haben zu Schulden kommen lassen. Das wäre schlimm genug. Sie stellt außerdem ein System in Frage, von dem bisher alle Seiten profitiert haben: Das Erwähnen, Zitieren undVerlinken von Textbeiträgen im World Wide Web. Zigtausende von Blogs machen davon Gebrauch und führen Anbietern damit Leser zu, die sie sonst nie erreicht hätten.

Aber vielleicht ist ja auch Eva Schweitzer ein tragisches Opfer des unheimlichen Google-Virus und wir sehen hier einen weiteren verzweifelten Versuch, zu retten, was nicht zu retten ist: Der Journalismus, wie er früher einmal war.

Ich bin allerdings immer weniger der Meinung, dass er es wert ist.

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Piraten, ja bitte!

Und jetzt die Internetpiraten. Deren Anliegen betreffen die ungehinderte Nutzung des World Wide Web, jener globalen Informationsmaschine, die unser Leben verändert hat. Aber es geht um mehr als dieses Universum unnützen Wissens, in dem niemand Geld verdient außer der Porno-Industrie, die uns listenreich mit ihrem Müll versorgt.

via fr-online.de

Ich habe in den letzten vierzig Jahren viel gelesen, aber nur selten eine derart geballte Ladung dummes Zeug. Fehlt eigentlich nur noch "Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein!" Von mir aus aber gerne ein Ko(c)ks- und FR-freier.

Die Piratenpartei hat seit zehn Minuten einen Sympathisanten mehr. Denn ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass uns eine Zerreißprobe zwischen reaktionären und progressiven Kräften der Gesellschaft bevorsteht, und zwar mit einer Gewalt, die alle klassischen Konflikte zwischen alt und jung oder arm und reich in den Schatten stellen wird. Die Gräben werden jedenfalls zusehends tiefer, da sollte man sich rechtzeitig für eine Seite entscheiden.

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Lifestyle-Experten unter sich

Wie nennt man eigentlich Herausgeber, die nichts herausgeben? Nicht einmal Honorare?

fragt Michalis Pantelouris auf print-würgt.de. Mögliche Antworten bitte dort in die Kommentare.

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Apropos Bild-Zeitung

Der schöne taz-Spot darf seit vorgestern ganz offiziell wieder gezeigt werden. Na, dann tun wir das doch:

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Auch das noch


... Der Kühlschrank zur Zeitung. Six-Pack-optimiert und mit spezieller Flachmann-Halterung. Suuuperbillig.

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World Wide Westerwelle

Keine Ausnahme für die britische BBC: Bei seiner ersten Pressekonferenz nach dem Wahlsieg hat sich FDP-Parteichef Guido Westerwelle geweigert, eine Frage auf Englisch zu beantworten - nicht einmal anhören wollte er sie. "Wir sind hier in Deutschland", schalt er den Reporter.

Via Spiegel online

Super Bewerbung als Außenminister. Für den Antrittsbesuch in England wird sich die Sun sicher was ganz Besonderes einfallen lassen. Sehr wahrscheinlich liegt die Titelseite schon fertig in der Schublade.

Tja, Guido, jetzt beginnt auch für dich der Ernst des Lebens. Vorbei mit Spaßpolitik, unverbindlichem Geschwätz und neckischen Posen. Ab sofort wird zurückgelacht.

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